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Kieferorthopädische Fachpraxis Dr. Matthias Hartung

Winter 2020 – Daumen, Schnuller & Co.

Schnuller oder Daumen im Mund sind zunächst ein legitimes Mittel zur Beruhigung von Säuglingen und Kleinkindern. Die kleinen Trostspender befriedigen das natürliche Saugbedürfnis, wirken beruhigend und helfen beim Einschlafen.

Abgewöhnung ab 2 Jahren empfehlenswert

Spätestens mit Beginn des zweiten Lebensjahres sollte schrittweise das Daumenlutschen bzw. Nuckeln am Schnuller abgewöhnt werden. Andernfalls sorgen diese schlechten Angewohnheiten – auch „Habits“ genannt – für eine Fehlentwicklung des Kiefers sowie Zahnfehlstellungen. Nuckeln die Kinder dauerhaft weiter, entsteht häufig ein offener Biss. Dabei bleibt beim Zusammenbeißen zwischen den oberen und unteren Frontzähnen eine Lücke bestehen. Gegebenenfalls können spezielle „Entwöhnungssauger“ bei der Abgewöhnung helfen, zu der wir Sie gerne beraten.

Trinklernbecher statt Fläschchen

Auch Trinkfläschchen können eine Fehlstellung verursachen, wenn das Fläschchen ständig zum Nuckeln zur Verfügung steht. Wird es zudem mit zuckerhaltigen Getränken gefüllt, steigt die Kariesgefahr stark an. Doch auch das Dauernuckeln mit Wasser oder Tee ist nicht empfehlenswert, da die ständige Umspülung zu einer Demineralisierung der Zähne führt. Dadurch steigt das Kariesrisiko ebenfalls. Ab einem Alter von sechs Monaten ist es daher ratsam, mit der Umstellung auf einen geeigneten Trinklernbecher zu beginnen. Dies fördert richtige Mundbewegungen und trägt durch das konkrete Einbeziehen von Zunge, Kiefer und Muskulatur zur positiven Entwicklung der Kau- und Sprechfähigkeiten bei.

Kieferfehlstellung durch Mundatmung

Die „normale“, gesunde Atmung ist die Nasenatmung. Dabei ist der Mund geschlossen, sodass ausschließlich über die Nase ein- und ausgeatmet wird. Manche Kinder haben sich jedoch angewöhnt, überwiegend durch den Mund zu atmen. Dadurch liegt die Zunge nicht am Gaumen an, was zur Folge hat, dass dem Oberkiefer der wachstumsstimulierende Druck durch die Zunge fehlt. Dementsprechend kann er sich nicht optimal entwickeln. In einem solchen Fall kann eine Mundvorhofplatte Abhilfe schaffen. Zusätzlich sollte untersucht werden, ob die Mundatmung eventuell andere körperliche Ursachen hat wie z. B. eine „verstopfte“ Nase, vergrößerte Mandeln, Polypen oder Ähnliches. Dazu kann eine Zusammenarbeit mit HNO-Ärzten oder Kinderärzten empfehlenswert sein.

Knirschen schadet der Zahnsubstanz

Eine weitere schädliche Angewohnheit ist nächtliches Zähneknirschen. Im Schlaf pressen die Kiefer mit enormen Kräften aufeinander, was zu einem Abrieb gesunder Zahnsubstanz führt. Zusätzlich können Verspannungen im Kopf-, Schulter- und Rückenbereich auftreten. Mit Entspannungsübungen vor dem Einschlafen kann diese Angewohnheit abtrainiert werden. Zusätzlich schützen individuell angepasste Zahnschienen die Kinderzähne.

Haben Sie Fragen dazu? Wir beantworten sie Ihnen gerne persönlich!

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